Gortys, eine der interessantesten Ausgrabungen auf Kreta


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Titus-Basilika, Gortys, Kreta

Titus-Basilika, Gortys, Kreta

Nachdem wir einige Jahre nicht mehr dort waren und uns die Gegebenheiten gar nicht mehr plastisch vorstellen konnten, haben wir in diesem Herbst mal wieder einen wunderbaren Vormittag in Gortys, auch Gortyn oder Gortyna genannt, verbracht. Gortys liegt direkt an der Straße von Mires nach Heraklion, kurz vor Agii Deka. Nördlich der Straße ist der eingezäunte, „offizielle“ Teil zu finden, für den man auch Eintritt bezahlt, welchen auch wir zuerst einmal besucht haben.

Titus-Basilika, Gortys, Kreta

Titus-Basilika, Gortys, Kreta

Als erstes, schon von der Strasse aus, fällt einem die eindrucksvolle (leider zur Zeit eingerüstete) Titus-Basilika ins Auge. Insgesamt erfreut Gortys dadurch, dass „schön viel stehen geblieben“ ist und man sich so eine sehr gute Vorstellung von der antiken Stadt machen kann.

Amphitheater und Odeion, Gortys, Kreta

Amphitheater und Odeion, Gortys, Kreta

Durchquert man dann eine Fläche mit verschiedenen Gebäuderesten und dem Amphitheater  gelangt man zum Odeion, das ebenfalls sehr gut erhalten ist. In seinem Innenraum findet man über die Wände geschrieben, den ältesten, erhaltenen Gesetzestext Europas. Verfasst ist der Text in einem dorischen Dialekt in bustrophedoner Schreibweise, also „wie der Ochse pflügt“, von links nach rechts und in der nächsten Zeile wieder nach links. Sogar ein Ehe- und Familienrecht sind bereits enthalten.

Gesetzestext in bustrophedoner Schreibweise, Gortys, Kreta

Gesetzestext in bustrophedoner Schreibweise, Gortys, Kreta

Der Sage nach wurde Gortys von König Minos gegründet, aber in Wirklichkeit gibt es erste nachweisbare Spuren der Stadt schon aus der Jungsteinzeit. Unter der Platane am nördlichen Ende der Ausgrabung soll Zeus mit Europa den späteren König Minos gezeugt haben.

Auf jeden Fall ist es älter als Phaistos, die bekannteste minoische Ausgrabung der Messará-Ebene. Im Laufe der Jahrtausende erlebte Gortys eine wechselvolle Geschichte. Während der ganzen Zeit war die Stadt immer bedeutend und gross. Sie findet bereits in der Ilias von Homer Erwähnung und auch der Apostel Paulus predigte hier um das Jahr 59 nach Christus.

Eine grosse Rolle spielte Gortys in der Christianisierung des östlichen Mittelmeerraumes. Schon im 2. Jahrhundert nach Christus war es Bischofssitz. Später kamen dann die Römer, die Araber und zwischenzeitlich auch einmal die Freibeuter. Zerstört wurde die Stadt im neunten Jahrhundert durch die Araber und verschwand dadurch in der Bedeutungslosigkeit.

Im Jahre 1884 begannen italienische Archäologen, die antike Stadt auszugraben.

Statue in Gortys, Kreta

Statue in Gortys, Kreta

Sehr viel Spass macht es aber auch, auf der anderen, südlichen Seite der Landstrasse durch den offenen Teil der Ausgrabung zu streifen.

Unsortierte Reste im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Unsortierte Reste im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Dort finden sich z.B. noch die Überreste eines Apollo-Tempels und eines Tempels für ägyptische Gottheiten und viele Gebäudereste, sowie der „Kopflose von Gortys„, eine männliche Statue mit schönem Faltenwurf des Gewandes, aber leider ohne Kopf.

Im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Der Kopflose von Gortys, Kreta

Der Kopflose von Gortys, Kreta

Auf dem gesamten, riesigen Gelände finden sich auch immer wieder kleine, ausgegrabene Einzelteile, wie z.b. behauene Wandfriese und Säulenteile. Hier wird es auch für Kinder nicht langweilig, da man eine wunderbare „Trümmerrallye“ veranstalten kann.

Unsortierte Reste im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Unsortierte Reste im offenen Teil der Ausgrabung, Gortys, Kreta

Insgesamt ein lohnender Besuch!

Weitere Informationen: Gortyn bei Wikipedia

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